Schwachhausen

Fotos: Joachim Kothe

5. Juni 2016: 8. Schwachhauser Kulturspaziergang

- Eine eher zufällige Auswahl von 12 aus 20 Angeboten -

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8. Schwachhauser Kulturspaziergang: Flüchtlingszuzug als Bereicherung

Auch an der Schwachhauser Künstlerszene ist die Zuwanderungswelle des vergangenen Jahres nicht spurlos vorüber gegangen und das zeigte sich beim 8. Schwachhauser Kulturspaziergang des KulturKatasters am 5. Juni:
Im Haus Paula Becker eröffnete Felicitas Butt ihre „The Transition“ Exhibition zum Thema „Wandel" in der Gesellschaft, im Leben und mit besonderem Fokus auf die Flüchtlingskrise. „Integration erschwert sich vor allem durch Sprachbarrieren, Unwissenheit von kulturellen Strukturen und der Angst vor dem Unbekannten. Die Gruppenausstellung greift genau diese Problematik auf und setzt Kunst als Vermittler ein“, erläuterte die Künstlerin ihr Anliegen. Und so hatten sich bei strahlendem Sonnenschein denn auch etliche Geflüchtete im Garten des Hauses eingefunden um mit Besuchern der Ausstellung in Dialog zu treten

Auf Kunst als Vermittlerin setzt auch Rosita Jahns Höher, die seit einigen Monaten zwei Jugendliche aus Guinea einmal in der Woche in ihrem Atelier in die Geheimnisse künstlerischen Gestaltens einweiht. „Besonders freut mich, dass beide ihre eigenen Ideen für ihre Bilder mitbringen und nicht nur das malen, was ich ihnen vorschlage“, sagte Jahns Höher. Dabei sind schon so viele Bilder entstanden, dass sie nun eine große Wand bei Rosita Jahns Höher füllten und im Rahmen des Kulturspaziergangs in Anwesenheit der Künstler einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. „In unserer Heimat haben wir nicht gemalt“, bemerkte Mamadou auf Nachfrage. „Das haben wir erst hier gelernt und es macht uns viel Spaß“. Rosita Jahns Höher hofft nun, dass die Begeisterung bei den jungen Künstlern auch nach der Ausstellung anhält.
Afrikanisch beeinflusste Kunst fand sich auch noch an anderer Stelle: Im Forum Mola- Kunst waren Maike von Morenhoffen mit Stoffen aus Afrika und Christine Boison mit Schmuck aus afrikanischen Perlen zu Gast.
In der Stiftungsresidenz Landhaus Horn zeigte Buhle Wonder Mbambo, Stipendiat des Bremer Kunststipendiums aus Durban, seine in Bremen entstandenen Werke.

Zum 8. Kulturspaziergang waren insgesamt 20 Häuser in Schwachhausen einen Tag lang geöffnet. Dabei konnten die Besucher Erlesenes aus dem Kunstgewerbe kaufen, einem Geigenbauer bei der Arbeit zusehen, das seltene Musikinstrument „Hang“ erleben oder an vielen Stellen Bilder in verschiedenen Stilrichtungen betrachten.

Besonders reizvoll war dabei, dass auch viele sonst völlig unauffällig in Privathäusern befindliche Ateliers ihre Türen öffneten und Einblick gewährten. „Es war toll, so viele neugierige Besucher durchs Haus zu führen“, berichtete begeistert Barbara Bock, die zum ersten Mal dabei war. „Es gab viele interessante Gespräche und ich freue mich schon auf den nächsten Kulturspaziergang am 11. Juni 2017“.


Sigrid Sander zu Gast im Atelier Bianka Vahland

 


Abubacar und Mamadou im Atelier 8a von Rosita Jahns Höher



DIE WERKEREI

 

 

 


Atelier Christine Vogelsang

 

 


Ulrich Grafs MINIVERSE im Bremer Medienhaus

 

 



In der BelEtage der Akademie Steinreich: Kunsthandwerkermarkt

 

 


Im GENUSSREICH von Kathrin Sebastian


 


Atelier Barbara Bock


Atelier Emilia Kaus - ArtEm: Städte der Erinnerung und Gegenwart


Karin Friedrichs im Atelier 64: »APASSIONATA«

 

 

 


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einem Generationen und Grenzen
überschreitenden Kunstprojekt

 

Es ist deine Wahl: Was erhoffst du dir von der näheren und ferneren Zukunft? Was soll nicht vergessen werden, was ist aktuell wichtig? Was möchtest du nachfolgenden Generationen mitteilen? Visionen,Träume, Grüße… .

Schreibe deine Wünsche und Gedanken auf eine Karte oder einen Brief und schicke sie an
OVUM X, 28380 Bremen, oder wirf sie in einen der »Zukunftsbriefkästen« in Bremen
(Info und Standorte: www.ovum-x.de).

Wo landet deine Karte? In einem überdimensionalen und später 9t schweren Ei aus Beton, dessen Stahlskelett aktuell unter Leitung des Künstlers Armin Kölbli in der Halle der Use Akschen 91 in Gröpelingen gebaut wird.

Alle Briefe und Karten werden nach Fertigstellung im Ei versiegelt und das Stahlskelett wird mit Beton ummantelt.Schließlich wird das Ei vor dem Europarat in Straßburg aufgestellt und nicht vor dem 1. Januar 3001 geöffnet.

Deine im Text niedergelegten Gedanken werden dich also um viele Jahrzehnte überleben und für die dann lebende Generation sicherlich sehr spannend und aufschlussreich sein.


<< Modell des Stahlskeletts


Abschluss in fröhlicher Runde bei Thomas Wedemeier in der GALERIE 64

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